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Datum Diskussionsverlauf

Kauf Eigentumswohnung zur Selbstnutzung

19.03.2020  06:15
von: Franco

Guten Tag,

Ich habe da eine Frage , hoffe ihr könnt mir behilflich sein:

Ich besitze zur Zeit als Kapitalanlage ein 2 Zimmer Eigentumswohnung. Die Wohnung war schon vermietet gewesen und habe das ganze so übernommen. Mittlerweile sind 5 Jahren vergangen. Nun steht im selben Haus eine weitere Eigentumswohnung zur Verkauf und ich möchte zwecks Selbstnutzung die Wohnung kaufen. Die Wohnung ist seit Mai 2019 vermietet und der Verkäufer der hat den Mieter eine Kündigung mit einer Frist von 3 Monaten ausgesprochen (30. Apr). Laut jetzigen Besitzer wären der Mieter einverstanden und als Nachweis hat der Besitzer mir eine Kopie des Kündigungs sowie Unterschriebenen Rückschein von Deutsche Post ausgehändigt.

Ich möchte die Wohnung zum 01.05 übernehmen und würde gerne wissen wie ich mich absichern kann bzw welche Möglichkeiten bestehen würden falls der Mieter nicht ausziehen möchte.

Bedanke mich im Voraus

22.03.2020  11:14
von: Karl

Hallo Franco,

die Kündigung des Vorbesitzers ist wertlos, Sie haben im Kauffall das bestehende Mietvertragsverhältnis uneingeschränkt zu übernehmen - „Kauf bricht Miete nicht!“

Das gilt auch für den Fall, dass der Mieter der Kündigung widerspricht oder trotz Zusage später (zu Recht) nicht auszieht. Dann müssten Sie als Erwerber die weitere Auseinandersetzung mit dem Mieter führen.

Grundsätzlich gilt: Alles was zu einer Immobilie gedacht, gewollt oder beabsichtigt ist - gehört in den Kaufvertrag, anderenfalls sind solche Erfüllungsabsichten rechtlich nichtig, d.h. sie sind wertlos.

Wenn der Verkäufer Ihnen wunschgemäß eine vertragsfreie Wohnung in Aussicht stellt, kann er das ja unschwer im Kaufvertrag als wesentliche Eigenschaft der verkauften Wohnung zusichern.

Dann hätten Sie bei Nichterfüllung dieser Zusicherung ein schadloses Rücktrittsrecht vom Vertrag und damit kein Erwerbsrisiko.

Ein Eigenbedarfsanspruch dürfte nach ihren Schilderungen kaum erfolgreich sein.

Kurzum: Sie sollten einen Rechtsanwalt konsultieren und an den 150 € für ein Beratungsgespräch nicht sparen.

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